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InfraServ Gendorf "gut aufgestellt für die Krise"

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Maßnahmenpaket des "Masterplans 2015" wirkt sich positiv gegen einbrechende Konjunktur aus

Burgkirchen, 12.12.2008 - Mit rund 201 Millionen Euro Umsatz hat die Betreibergesellschaft des Industrieparks Werk GENDORF in den ersten drei Quartalen 2008 ihre Planzahlen deutlich überschritten. Einem seit dem vierten Quartal spürbaren Umsatzrückgang aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Rezession kann die InfraServ nun mit dem bereits zu Jahresbeginn forcierten Maßnahmenpaket des unternehmens-übergreifenden Effizienzsteigerungs- und Kostenreduktionsprogramms "Masterplan 2015" begegnen. "Wir wissen nicht, was genau vor uns liegt und wie lange die wirtschaftliche Krise andauern wird, aber InfraServ hat sich dank des Masterplans gut aufgestellt", so Geschäftsleiter Dr. Bernhard Langhammer.

Von Januar bis Ende September forcierte InfraServ Gendorf (ISG) die strategische Neuausrichtung und Fokussierung auf ihr Kerngeschäft im Industriepark und ausgewählte Märkte der Region unter der Projektbezeichnung "Masterplan 2015". Wie InfraServ-Geschäftsleiter Dr. Bernhard Langhammer (51) jetzt bei einer Betriebsversammlung vor rund 600 der 900 Beschäftigten bekannt gab, kann das Unternehmen dank intensiver Einbindung der Belegschaft, die rund 3450 Verbesserungsvorschläge erarbeitete, Optimierungsmaßnahmen zur Steigerung der Produktivität und Kosteneinsparungen in Höhe von rund 22 Millionen Euro vornehmen. "Im Hinblick auf künftige Konjunktur-Dellen und den sich verschärfenden Wettbewerb wollte sich die ISG rechtzeitig vorbereiten", erinnerte Langhammer. Die bis Jahresmitte anhaltende wirtschaftliche Hochphase habe zur Umsetzung des "Masterplan 2015" genützt werden können, "jetzt sind wir zum Glück gut aufgestellt für den derzeitigen wirtschaftlichen Einbruch, der auch den Industriepark Werk GENDORF und die ISG erfasst hat."

Umsatz bis September "Stand vor der Krise"
Die nun vorliegenden Geschäftszahlen von Januar bis September 2008 würden den Stand vor der Krise widerspiegeln, betonte Langhammer: Mit rund 201 Mio. Euro entwickelte sich der ISG-Umsatz deutlich über dem Plan von 177,9 Mio. Euro und dem Vergleichszeitraum 2007. Langhammer schränkte jedoch ein, dass ein Großteil des Umsatzes in der extremen Kostensteigerung beim Erdgas begründet liege. Ein Drittel des reinen Dienstleistungsumsatzes wurde mit Kunden außerhalb des Industrieparks erzielt. Insgesamt wurde in der ISG in den ersten drei Quartalen ein Umsatzwachstum von 15 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2007 erreicht. "Seit Oktober spüren aber auch wir einen deutlichen Rückgang - konkret kann das aber erst nach Vorliegen der Zahlen aus dem vierten Quartal veranschaulicht werden", betonte Langhammer.  Insgesamt plane man für 2008 einen Umsatz von rund 247 Millionen Euro.

Anhaltende Investitionstätigkeit in 2009 Bei den Investitionen ging es nach dem Boom-Jahr 2007 mit damals rund 32 Mio. Euro ISG-Invest in 2008 auf rund 24 Millionen Euro zurück. Für 2009 stünden aber wieder rund 15 Millionen Euro im Plan, um zusammen mit den "Masterplan"-Maßnahmen "die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten und die Infrastruktur des Industrieparks für weitere Firmenansiedlungen und Investitionen der Standortunternehmen attraktiv zu halten", so Langhammer, der zugleich eine weitere Ansiedlungsabsicht mit Produktionsausbau im Industriepark andeutete, "die bereits in den nächsten Wochen konkret werden dürfte".

Personalanpassung weitgehend über Altersteilzeit Neben der mit dem Betriebsrat vereinbarten Weiterführung der 40-Stunden-Woche sowie dem Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2009 wurde im Rahmen des "Masterplan" für 90 ältere ISG-Mitarbeiter die tarifliche Überforderungsklausel von 5 Prozent geöffnet und den Mitarbeitern der Eintritt in die Altersteilzeit angeboten. "Zusammen mit dem Abbau von Leiharbeitskräften kann daher der überwiegende Teil des im Masterplan ermittelten Potentials von insgesamt 145 Mannjahren gelöst werden, und wir müssen deshalb keine größeren Veränderungen mehr erwarten", sagte der ISG-Betriebsratsvorsitzende Erich Ringsgwandl. Aus Sicht des Betriebsrats brauche somit kein Mitarbeiter mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag Angst um seinen Arbeitsplatz haben. Für die Gummiformartikel-Produktion, die als einziger ISG-Bereich ausgegliedert, an einen neuen Betreiber veräußert oder selbständig weiterbetrieben werden soll, erwartet der Betriebsrat eine endgültige Lösung im Frühjahr 2009.

Maßnahmen gegen aktuelle Rezession
Gegen die immer stärker zu spürenden Rezessionsauswirkungen werde man in der ISG ein Bündel von Maßnahmen durchführen, erklärte Geschäftsleiter Dr. Langhammer: Dazu zählen der Abbau von Urlaub und Überstunden, die weitere Reduzierung von Leiharbeits-Kräften, die Reduzierung des Instandhaltungsbudgets und der Investitionspauschale. Ähnlich gehe man bei den anderen großen Standortfirmen im Industriepark vor. "InfraServ ist in der Lage, zu gestalten und die Krise mit den Maßnahmen gegen die Rezession und den Masterplan-Ergebnissen zu meistern und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben", betonte Langhammer. 2009 werde für den Industriepark und die ISG ein Jahr großer Herausforderungen. Da sich die ISG gut aufgestellt habe, "sollen alle wichtigen Investitionsprojekte bei InfraServ weitergeführt werden, gleiches gilt auch für die meisten Projekte unserer Standortfirmen". Ebenso gelte es, die qualifizierten ISG-Fachkräfte zu halten und den neu Ausgebildeten eine berufliche Chance zu geben. "Hier können und müssen wir die Flexibilität und Gestaltungsmöglichkeit unserer Tarifverträge nutzen - wir werden dies verantwortungsvoll und im Sinne unserer bewährten Sozialpartnerschaft tun."

Bildtexte:

Portrait:
InfraServ-Geschäftsleiter Dr. Bernhard Langhammer.

Bild unten:
Die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise haben nun auch den Industriepark Werk GENDORF erreicht. Neben der InfraServ Gendorf halten die Standortfirmen mit einem Bündel von Maßnahmen dagegen.

Hinweise für die Redaktionen:

Der Industriepark Werk GENDORF, zentral im "ChemDelta Bavaria" (www.chemdelta-bavaria.de), dem Bayerischen Chemiedreieck, gelegen, ist Standort für über 20 Unternehmen aus den Bereichen Basis- und Spezialitäten-Chemie, Kunststoffe, Energieversorgung und Dienstleistungen. Das besonders für chemie- und pharmanahe Industrien attraktive Konzept der Zusammenarbeit zwischen den hier angesiedelten Produktionsunternehmen und Dienstleistungen ist aus einem früheren Hoechst-Standort hervorgegangen und 1998 als erster Industriepark in Bayern mit dem Schwerpunkt Chemieproduktion entstanden.

Rund 4.000 Beschäftigte arbeiten täglich im Industriepark, etwa 260 junge Menschen werden hier ausgebildet. Im Jahr 2007 erzielten die Standortfirmen im Industriepark Werk GENDORF einen Umsatz von rund  1,5 Milliarden Euro. Das Gelände ist 203 Hektar groß; rund 25 Hektar sind noch frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark werden im Jahr 2008 rund 100 Millionen Euro am Standort investieren. Die Summe der Investitionen seit dem Jahr 1998 beträgt rund 650 Millionen Euro.

www.gendorf.de

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