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Ein "Montage-Märchen" für eine Millioneninvestition

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Ruperti-Werkstätten Altötting unterstützten Vinnolit in GENDORF mit der Montage von 38.000 Schraubverbindungen für "VinCon"

Burgkirchen, 1. Oktober 2008 - Wertvolle Unterstützung haben die Ruperti-Werkstätten Altötting bei einem der derzeit größten Investitionsprojekte im Industriepark Werk GENDORF geleistet: In Rekordzeit montierten 20 Ruperti-Mitarbeiter rund 38.000 Schraubverbindungen für die Elektrolyseure der neuen Membrananlage, die Vinnolit im Rahmen des "VinCon"-Projekts in GENDORF für rund 70 Millionen Euro errichtet.

"Die Elektrolyseure der Firma Uhde sind das Herzstück unserer neuen Membrananlage zur Chlorherstellung", erklärt Dr. Robert Seifert (44), technischer Leiter des Chlorbetriebs der Vinnolit in GENDORF. Mittels der neuen Membranelektrolyse-Technik will Vinnolit die Kapazität für die Chlorproduktion von 82.000 auf 180.000 Tonnen/Jahr erhöhen. Das neue Verfahren zeichnet sich zudem durch einen geringeren spezifischen Energiebedarf aus. Die Koordination der gesamten Montage der Anlagenteile erfolgt durch Vinnolit selbst; da auch das Montagematerial in Gestalt von 38.000 Schraubverbindungen nicht vormontiert angeliefert worden war, machten sich die Vinnolit-Projektverantwortlichen auf die Suche nach geeigneten Firmen für die Vormontage.

"In der Kürze der Zeit fanden wir zunächst keinen geeigneten Auftragnehmer, bis wir über eine Anfrage an das Neuöttinger Paulus-Stift  zu den Ruperti-Werkstätten in Altötting verwiesen wurden", sagt Seifert. In den Ruperti-Werkstätten, einer Einrichtung zur Eingliederung behinderter Menschen in das Arbeitsleben, arbeiten rund 320 Behinderte und gut 130 Betreuer. Die Leistungspalette umfasst Produkte und Lohnaufträge in den Bereichen Holz- und Metallbearbeitung, Montage, Serienfertigung, Mailings, Verpackung und Werbedrucke. Für die Auftragsanfrage der Vinnolit zeigte man sich extrem flexibel: In weniger als 24 Stunden wurde das Ruperti-Angebot, die Bestellung durch Vinnolit und sogar die Abholung des Montagematerials aus GENDORF abgewickelt.

Was dann kam, lässt den Chemie-Ingenieur jetzt noch ins Schwärmen geraten: "Das war fast schon ein kleines Märchen, denn anstatt der vereinbarten Montagezeit von insgesamt vier Wochen schafften es die Ruperti-Mitarbeiter in sagenhaften zehn Tagen. Damit haben sie von unserem ehrgeizigen Projektzeitplan enorm Druck herausgenommen!" Ludwig Haunolder (52), Technischer Leiter der Ruperti-Werkstätten, zeigt sich stolz auf die Leistung der 20 Frauen und Männer, die in zwei Arbeitsteams die 38.000 Schraubverbindungen montierten: "Bereits nach einer Woche konnten wir 22.000 Schraubverbindungen nach GENDORF liefern, drei Arbeitstage später waren wir dann ganz fertig."

"Die Qualität der Arbeit kann nur als sehr gut bezeichnet werden", lobt Seifert die Ruperti-Mitarbeiter. Man habe auch deutlich verspürt, dass Ruperti wegen der Dringlichkeit den Auftrag von Vinnolit nach vorn geschoben habe. Daher werde das Unternehmen im April 2009, wenn nochmals vier Elektrolyseure in GENDORF aufgestellt werden, weitere 55.000 Schraubverbindungen zur Montage an die Ruperti-Werkstätten vergeben. Die beiderseitigen wirtschaftlichen Vorteile der Zusammenarbeit zwischen Vinnolit und Ruperti-Werkstätten bezeichnet Seifert als "fast schon symbiotisch", denn: "So profitiert nicht nur ein einheimisches Unternehmen mit einer besonderen Aufgabe von unserer Großinvestition, sondern auch Vinnolit, da sie dank der Ruperti-Werkstätten den Zeitplan für die Montage der Elektrolyseure einhalten konnte."

Ludwig Haunolder von den Ruperti-Werkstätten ist glücklich über die gelungene Auftragsabwicklung: "Wir haben in den letzten 20 Jahren schon viel für den Standort GENDORF gemacht, z. B. für Klöckner Pentaplast, InfraServ und Clariant; da sehen wir uns natürlich bestätigt und das hilft uns, wenn wir wieder einen zufriedenen Kunden wie Vinnolit haben, denn unsere seit heuer in Betrieb befindlichen Werkstätten sind kein Zuschussbetrieb, sondern tragen sich selbst."

Bildtexte:

Bild oben:
Erfolgreich mitgewirkt an einer Millioneninvestition von Vinnolit in GENDORF haben 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ruperti-Werkstätten Altötting, worüber sich das Arbeitsteam und die Werkstätten-Verantwortlichen (stehend, von links) Gruppenleiterin Elena Bergmann, Abteilungsleiter Heinz Klötzler und Technischer Leiter Ludwig Haunolder zusammen mit Dr. Robert Seifert von Vinnolit sichtlich freuen.

Bild unten:
Rund 38.000 dieser Schraubverbindungen für das Investitionsprojekt von Vinnolit wurden von den Ruperti-Werkstätten in sehr guter Qualität montiert.

Hinweise für die Redaktionen:

Vinnolit ist - mit einer Kapazität von 780.000 Jahrestonnen - einer der führenden PVC-Rohstoffhersteller in Europa und weltweit unter den Top 10 der Branche. Die nationalen und internationalen Aktivitäten des Unternehmens werden aus Ismaning bei München gesteuert. Produktionsstandorte sind in Burghausen, Gendorf, Knapsack, Köln, Schkopau und Hillhouse (UK). Vinnolit erzielte im Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz von 816 Mio. EUR und beschäftigt ca. 1.500 Mitarbeiter. Geschäftsführer sind Dr. Josef Ertl und Dr. Ralph Ottlinger.

Vinnolit produziert und vermarktet ein breit gefächertes PVC-Produktsortiment, das alle gängigen PVC-Anwendungen abdeckt, z.B. im Bausektor, in der Automobilindustrie oder in der Medizintechnik. Ob PVC für Fensterprofile, Hartfolien, Fußböden, Tapeten, technische Beschichtungen, Kfz-Unterbodenschutz oder Infusionsbeutel, für alle Produktanforderungen verfügt Vinnolit über die geeigneten Produktionsverfahren. Auf dem Gebiet der PVC-Spezialitäten für höherwertige  Anwendungen ist das Unternehmen weltweit Markt- und Technologieführer.

Zugleich ist Vinnolit ein führender Hersteller und Lieferant für Zwischenprodukte, wie Natronlauge, Vinylchlorid und Zinntetrachlorid, die für die Weiterverarbeitung in der chemischen Industrie, aber auch in anderen Branchen benötigt werden.
www.vinnolit.com

Der Industriepark Werk GENDORF, zentral im "Bayerischen Chemiedreieck" gelegen, ist Standort für über 20 Unternehmen aus den Bereichen Basis- und Spezialitäten-Chemie, Kunststoffe, Energieversorgung und Dienstleistungen. Das besonders für chemie- und pharmanahe Industrien attraktive Konzept der Zusammenarbeit zwischen den hier angesiedelten Produktionsunternehmen und Dienstleistungen ist aus einem früheren Hoechst-Standort hervorgegangen und 1998 als erster Industriepark in Bayern mit dem Schwerpunkt Chemieproduktion entstanden.

Rund 4.000 Beschäftigte arbeiten täglich im Industriepark, etwa 350 junge Menschen werden hier ausgebildet. Im Jahr 2007 erzielten die Standortfirmen im Industriepark Werk GENDORF einen Umsatz von rund  1,5 Milliarden Euro. Das Gelände ist 203 Hektar groß; rund 25 Hektar sind noch frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark werden im Jahr 2008 rund 100 Millionen Euro am Standort investieren. Die Summe der Investitionen seit dem Jahr 1998 beträgt rund 650 Millionen Euro.
www.gendorf.de

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