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WACKER erzielt 2015 erstmals einen Umsatz von über 5 Milliarden Euro und steigert das Jahresergebnis

München/Burghausen, 02.02.2016 - Die Wacker Chemie AG hat nach einem insgesamt soliden 4. Quartal ihr Umsatzziel für das Gesamtjahr 2015 erreicht und beim Ergebnis die eigenen Erwartungen leicht übertroffen. Nach vorläufigen Berechnungen erzielte der Münchner Chemiekonzern im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz von 5,3 Mrd. € (2014: 4,83 Mrd. €). Das sind rund 10 Prozent mehr als im Jahr 2014. Höhere Absatzmengen und positive Währungseffekte sind die wesentlichen Gründe für diesen Anstieg. Alle Geschäftsbereiche haben 2015 ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr gesteigert.

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich nach den vorläufigen Zahlen auf 1,04 Mrd. € (2014: 1,04 Mrd. €). Es lag damit trotz deutlich geringerer Sondererträge aus einbehaltenen erhaltenen Anzahlungen und Schadenersatzleistungen von Kunden aus der Solarindustrie auf dem Niveau des Vorjahres. Diese Sondererträge beliefen sich im Gesamtjahr 2015 auf rund 137 Mio. € (2014: 206 Mio. €). Bereinigt um diesen Effekt hat sich das EBITDA im abgelaufenen Geschäftsjahr um 9 Prozent erhöht. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Geschäftsjahres 2015 ist mit 470 Mio. € (2014: 443 Mio. €) gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent gewachsen. Das Jahresergebnis 2015 des WACKER-Konzerns liegt nach den vorläufigen Berechnungen bei 240 Mio. € (2014: 195 Mio. €).

„Vor allem unser Chemiegeschäft hat sich im 4. Quartal gut entwickelt“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Dienstag in München. „Hier waren die Umsätze deutlich höher als vor einem Jahr. Das hat die im Jahresvergleich niedrigeren Polysiliciumpreise und die leicht rückläufigen Absatzmengen bei Halbleiterwafern mehr als ausgeglichen. Insgesamt verzeichnen wir das bislang umsatzstärkste Schlussquartal.“

Investitionen, Netto-Cashflow und Nettofinanzschulden

Die Investitionen von WACKER im Geschäftsjahr 2015 lagen nach den vorläufigen Zahlen bei 835 Mio. € (2014: 572 Mio. €). Das sind projektbedingt 46 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Abschreibungen des vergangenen Geschäftsjahres beliefen sich auf 575 Mio. € (2014: 599 Mio. €). Der Großteil der Investitionen ging in die Fertigstellung des neuen Polysiliciumstandorts Charleston im US-Bundesstaat Tennessee. WACKER hat dort wie geplant zum Jahresende mit der Inbetriebnahme der Anlagen begonnen. Weitere Mittel flossen in den Ausbau der Produktionskapazitäten für Polymerprodukte und Silicone.

Der Netto-Cashflow des Konzerns ist wie prognostiziert leicht positiv, ist aber im Jahresvergleich stark gesunken. Er belief sich auf 20 Mio. € (2014: 216 Mio. €). Die deutlich höheren Investitionen und niedrigere Mittelzuflüsse aus Schadenersatzzahlungen von Solarkunden sind die wesentlichen Gründe für diesen Rückgang. Die Nettofinanzschulden des Konzerns liegen wie erwartet auf dem Niveau des Vorjahres. Sie beliefen sich zum Stichtag 31. Dezember 2015 auf rund 1,07 Mrd. € (31.12.2014: 1,08 Mrd. €).

Geschäftsentwicklung im 4. Quartal 2015

Das 4. Quartal 2015 hat WACKER mit leichten Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis abgeschlossen. Der Konzernumsatz summierte sich von Oktober bis Dezember 2015 auf rund 1,2 Mrd. € (Q4 2014: 1,19 Mrd. €). Das ist ein Plus von 3 Prozent. Das EBITDA belief sich im 4. Quartal 2015 auf 185 Mio. € (Q4 2014: 180 Mio. €). Das sind 2 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Das Chemiegeschäft von WACKER hat im Schlussquartal von einer regen Kundennachfrage und positiven Währungseffekten aus dem im Jahresvergleich schwächeren Euro profitiert. Hier lagen die Umsätze in allen Geschäftsbereichen über den jeweiligen Werten aus dem 4. Quartal 2014. Dagegen fielen die Umsätze mit Polysilicium und Halbleiterwafern preis- beziehungsweise mengenbedingt etwas niedriger aus als vor einem Jahr.

Die drei Chemiebereiche von WACKER haben von Oktober bis Dezember 2015 ihren Gesamtumsatz deutlich gesteigert. Für das Plus sind in erster Linie höhere Absatzmengen bei Siliconen und Polymerprodukten sowie positive Währungseffekte verantwortlich. So lag der Umsatz des Geschäftsbereichs WACKER SILICONES im Schlussquartal mit 460 Mio. € (Q4 2014: 420 Mio. €) um gut 9 Prozent über dem Vorjahreswert. WACKER POLYMERS erzielte im 4. Quartal 2015 einen Gesamtumsatz von 270 Mio. € (Q4 2014: 252 Mio. €). Das ist ein Plus von 7 Prozent. Der Umsatz von WACKER BIOSOLUTIONS stieg um 2 Prozent auf 45 Mio. € (Q4 2014: 44 Mio. €).

Noch deutlich stärker als der Umsatz wuchs das EBITDA der Chemiebereiche. Hier spielten neben dem höheren Umsatz auch die speziell bei Siliconen sehr gute Auslastung der Produktionsanlagen sowie die teilweise niedrigeren Kosten für Rohstoffe und Energie eine Rolle. Darüber hinaus haben auch die laufenden Effizienzprogramme das EBITDA des Chemiegeschäfts positiv beeinflusst. WACKER SILICONES erzielte im Schlussquartal 2015 ein EBITDA von 45 Mio. € (Q4 2014: 34 Mio. €). Das ist ein Zuwachs von 32 Prozent. Bei WACKER POLYMERS erhöhte sich das EBITDA um 66 Prozent auf 40 Mio. € (Q4 2014: 24 Mio. €). Bei WACKER BIOSOLUTIONS belief sich das EBITDA des 4. Quartals 2015 auf rund 7 Mio. € (5 Mio. €).

WACKER POLYSILICON hat im 4. Quartal 2015 vor allem wegen der im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Preise für Solarsilicium weniger Umsatz erwirtschaftet als im Schlussquartal 2014. Der Geschäftsbereich erzielte von Oktober bis Dezember 2015 einen Gesamtumsatz von 240 Mio. € (Q4 2014: 261 Mio. €). Das ist ein Minus von rund 8 Prozent. Die Absatzmengen sind dagegen im Jahresvergleich weiter gewachsen. Das EBITDA des Geschäftsbereichs ging gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent zurück. Es summierte sich im 4. Quartal 2015 auf 70 Mio. € (Q4 2014: 89 Mio. €). Darin enthalten sind Sondererträge von rund 28 Mio. € aus einbehaltenen erhaltenen Anzahlungen und Schadenersatzleistungen von Kunden aus der Solarindustrie. Im 4. Quartal 2014 gab es keine solchen Sondererträge. Neben dem geringeren Umsatz haben vor allem die Anlaufkosten für die Inbetriebnahme des neuen Standorts Charleston das EBITDA von WACKER POLYSILICON gemindert. Die laufenden Maßnahmen zur Senkung der Kosten und zur Steigerung der Produktivität haben das EBITDA des 4. Quartals dagegen positiv beeinflusst.

Siltronic hat von Oktober bis Dezember 2015 einen Gesamtumsatz von 215 Mio. € (Q4 2014: 223 Mio. €). Das sind knapp 4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Vor allem marktbedingt niedrigere Absatzmengen sind dafür verantwortlich, weil die Kunden von Siltronic wie erwartet Vorräte abgebaut haben. Der wesentliche Grund für diesen Bestandsabbau sind die spürbar unter den ursprünglichen Erwartungen liegenden Absatzmengen bei Smartphones, Tablets und PCs. Positive Währungseffekte konnten das nicht vollständig ausgleichen. Die Preise für Halbleiterwafer gingen im Jahresvergleich leicht zurück. Das EBITDA von Siltronic belief sich im 4. Quartal 2015 auf 23 Mio. € (Q4 2014: 38 Mio. €). Das sind 39 Prozent weniger als vor einem Jahr. Zusätzlich zum niedrigeren Umsatz haben Verluste aus der Währungssicherung das EBITDA des 4. Quartals um 10 Mio. € gemindert. Die Anstrengungen, die Siltronic unternommen hat, um die Kosten zu reduzieren und die Produktivität zu erhöhen, beeinflussen die Ergebnisentwicklung dagegen nachhaltig positiv.

Die in dieser Presseinformation enthaltenen Zahlen und Trendaussagen zu den Geschäftsergebnissen des 4. Quartals 2015 und des Geschäftsjahres 2015 sind vorläufig. Die Wacker Chemie AG wird ihren Bericht zum 4. Quartal und zum Geschäftsjahr 2015 am 17. März 2016 veröffentlichen.

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