ChemDelta Bavaria - Titelbild

ChemDelta Bavaria: Seit zehn Jahren mit gemeinsamer Stimme zum Erfolg

Aktive und ehemalige Akteure der Initiative ChemDelta Bavaria: (von links) ChemDelta-Sprecher Georg Häckl, ChemDelta-Gründungsmitglied Franz Xaver Völkl (ehemals VBCI), ChemDelta Lenkungskreis-Mitglied Dr. Dieter Gilles (Werkleiter Wacker Chemie AG Burghausen), Dr. Bernhard Langhammer als Vorsitzender des ChemDelta-Lenkungskreises sowie die ehemaligen ChemDelta-Sprecher Dr. Werner Goll, Dr. Alfred Kern und Dr. Willi Kleine. (Fotos: Wacker Chemie AG)
Künftige ChemDelta-Synergie-Potenziale im Fokus der Gesprächsrunde im Festsaal des TUM-Studienzentrums Raitenhaslach: (v. l.) TUM-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Herrmann, Prof. Dr. Fridolin Stary (Forschung Wacker Chemie), Moderator Dr. Bernhard Langhammer (InfraServ Gendorf), Dr. Martin Vollmer (Clariant) und Dr. Anton Steiner (Bayerisches Umweltministerium).
Verantwortliche und Repräsentanten von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik aus der Region und aus München feierten gemeinsam im Festsaal des TUM-Studienzentrums Raitenhaslach das zehnjährige Bestehen der Initiative ChemDelta Bavaria.
Das "Gartenstöckl" des ehemaligen Zisterzienser-Klosters Raitenhaslach wurde für ein zwangloses "Get together" genützt.

Gemeinschaftsinitiative von 20 Unternehmen artikuliert sich seit 2007 für 20.000 Arbeitsplätze im bayerischen Chemiedreieck

Burghausen. Auf eine erfolgreiche Bilanz blickt ChemDelta Bavaria zurück: Die Initiative steht für 20 Unternehmen der chemischen Industrie im Südosten Bayerns – mit unmittelbar 20.000 und weiteren rund 50.000 davon abhängigen Arbeitsplätzen sowie zehn Milliarden Euro jährlichem Umsatz. Zum zehnjährigen Bestehen der Initiative könne man die meisten der 2007 gefassten Ziele der Interessensplattform „als erreicht ansehen und auch künftig Synergien aus einer guten Kooperation nutzen“, wie ChemDelta-Lenkungskreisvorsitzender Dr. Bernhard Langhammer zur „Geburtstagsfeier“ im Studienzentrum der TU München im ehemaligen Kloster Raitenhaslach bei Burghausen feststellte. 

„Lobbyarbeit“ wäre viel zu kurz gegriffen für die Aufgabenstellung der Initiative ChemDelta Bavaria: Denn die seit zehn Jahren aktive Interessensplattform namhafter Unternehmen und Standorte der chemischen Industrie im südöstlichen Bayern hat vor allem Informations- und Aufklärungsarbeit im Fokus, um einer breiten Öffentlichkeit, den Behörden und den politischen Entscheidungsträgern in Bayern, Deutschland und ganz Europa die Bedeutung und die daraus resultierenden Bedürfnisse dieser wirtschaftlichen Schlüsselregion vor Augen zu führen.

Nachhaltige Steigerung des Bekanntheitsgrades  
Im kleinen Kreis von Verantwortlichen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik skizzierte Dr. Bernhard Langhammer, Geschäftsleiter der InfraServ Gendorf und derzeit Vorsitzender des ChemDelta-Lenkungskreises, im TUM-Studienzentrum Raitenhaslach die Entwicklung. 2007 erfolgte der Startschuss für die Gründung einer Initiative von damals 16 Unternehmen des bayerischen Chemiedreiecks in enger Zusammenarbeit mit den bayerischen Chemieverbänden (VBCI), um sich gemeinsam für die Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur einzusetzen und sich im deutschsprachigen Raum und auf EU-Ebene Gehör zu weiteren Themenkomplexen wie z. B. zu fehlenden regionalen Hochschuleinrichtungen, zu Logistik-Defiziten oder für die Neuansiedlung von Produktions- und Dienstleistungsbetrieben zu verschaffen. Mit dem erstmals 2008 der Öffentlichkeit vorgestellten Namen der Initiative „ChemDelta Bavaria“ wurde ein Meilenstein für die nachhaltige Erhöhung des Bekanntheitsgrades des bayerischen Chemiedreiecks und damit zur wirksamen Artikulation seiner Interessen gesetzt.

Neben dem gemeinsamen Internetauftritt und kontinuierlicher Medienarbeit werden seither zahlreiche zielgruppenwirksame Veranstaltungen und Aktivitäten der Initiative durchgeführt: ChemDelta Bavaria ist präsent bei Hochschulmessen und Jobbörsen in Süddeutschland und man beteiligt sich bei Wirtschafts- und Informationsausstellungen wie z. B. im bayerischen Landtag oder im deutschen Bundestag. Aber auch direkte Kontakte der Initiative zu politischen Entscheidungsträgern auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene werden im Rahmen von parlamentarischen Gesprächsrunden in München, Berlin und Brüssel gepflegt.

ChemDelta-„Zielmarken“ erreicht
Die Anstrengungen tragen Früchte und die gemeinsam von allen Initiativen-Unternehmen im ChemDelta Bavaria gebündelten Interessen haben bereits einiges spürbar in Bewegung gesetzt, wie Dr. Langhammer mit einigen Beispielen für ChemDelta-„Zielmarken“ belegte: So mit der seit fünf Jahren in Betrieb stehenden „Ethylenpipeline Süd“ (EPS), der für das Chemiedreieck lebenswichtigen Ethylen-Versorgungsader für die Standorte Burghausen und Burgkirchen/Gendorf. Oder im Bereich des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur mit dem Lückenschluss der Autobahn A94 Richtung München und dem Ausbauprojekt „ABS 38“ der Bahn, die nun in Bayern an erster Stelle im Bundesverkehrswegeplan steht.  Mit der Hochschulansiedlung des „Campus Burghausen“ und dem internationalen Studienzentrum Raitenhaslach der TU München seit 2016. Oder auch mit der Fertigstellung des Güterverkehrszentrums in Burghausen 2015. 

Nächste Dimension von ChemDelta Bavaria
Im Rahmen der Festveranstaltung in Raitenhaslach zeigten sich sowohl Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann von der TU München als auch Dr. Martin Vollmer, Chief Technology Officer des Spezialchemiekonzerns Clariant, als Gastredner beeindruckt von der Erfolgsgeschichte des ChemDelta Bavaria: „Sie können stolz sein auf diesen bedeutenden europäischen Chemiestandort“, so Prof. Herrmann. „ChemDelta hat viel bewegt für die Verbesserung der Infrastruktur und den Schulterschluss mit den Hochschulen“, sagte Dr. Vollmer: „Die nächste Dimension von ChemDelta Bavaria muss die weitere Vernetzung der Standorte untereinander sein, die Entwicklung integrativer Konzepte zum Beispiel bei der Energieversorgung. Die Industrie in der Region wird ihre Hausaufgaben machen, um die Weichen für die Zukunft zu stellen!“     

zur Übersicht der Pressemitteilungen

Kontakt

ChemDelta Bavaria

Georg Häckl
Initiativensprecher

Chemiepark GENDORF
Gebäude 422
D-84504 Burgkirchen

+49 (0) 8679-7-3385
+49 (0) 8679-7-3010
E-Mail schreiben