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Girls‘ Day 2017 im Berufsbildungswerk Burghausen (BBiW) - 40 Mädchen testen Azubiluft und -kluft

Den eigenen Plexiglasrahmen sägen, feilen, erwärmen und dann in Form biegen - Realschülerin Verena Zauner aus Pfarrkirchen (3.v.l.) hat das mit den anderen technik-interessierten Mädchen beim Girls‘ Day im BBiW getestet. Eva-Maria Kreuzeder (l.), Industriemechanikerin im 3. Ausbildungsjahr, gab Hilfestellung. (Foto: Wacker Chemie AG)

Burghausen, 02.05.2017 - Girls' Day-Berufe sind Berufe, in denen nur wenige Frauen eine Ausbildung machen oder arbeiten - typisch männliche Berufsfelder also. Aus diesem Grund wurde vor mehr als 15 Jahren der Girls‘ Day ins Leben gerufen, um junge Frauen schon während ihrer Schulausbildung auch für eine naturwissenschaftlich-technische Ausbildung zu interessieren. Und das geht am besten, wenn man in Laboren, Werkstätten oder technischen Einrichtungen erlebt, wie spannend die Arbeit dort ist.

Insgesamt 40 Schülerinnen, meist aus der 8. oder 9. Jahrgangsstufe, aus verschiedenen Schulen der Region hatten sich für den Girls‘ Day am 27. April im Berufsbildungswerk Burghausen (BBiW) angemeldet. Sie alle nutzten die Gelegenheit, sich über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten bei WACKER zu informieren.

Die Mädchen, die sich z.B. für den Ausbildungsberuf Chemikantin interessierten, erfuhren in den Lehrtechnika, wie man verfahrenstechnische Anlagen kontrolliert, steuert und überwacht. Auch verschiedene Messmethoden konnten ausprobiert und der Umgang mit Glasgeräten geübt werden. Bei den Industriemechanikern in der großen Werkhalle testeten die Powergirls ihre Fähigkeiten z.B. beim Sägen und Warmbiegen eines Plexiglasrahmens. Der fertige Bilderrahmen mit eigenem Selfie ist eine coole Erinnerung an den Girls‘ Day in Burghausen.
 
Überwiegend weibliche Azubis aus dem 2. und 3. Lehrjahr begleiteten die Mädchen während des ganzen Schnuppertages. Sie beantworteten gerne alle Fragen und teilten ihre Lehrlingserfahrungen. So konnten die Schülerinnen im BBiW einen „echten“ praxisbezogenen Einblick gewinnen und erfuhren selbst, dass chemische und technische Berufe auch Frauen Spaß machen können. Dass dabei die richtige Arbeitskleidung getragen wird, versteht sich von selbst. Labormantel, Schutzbrille oder -handschuhe und Blaumann sind Vorschrift bei diesen Berufen.

„Der Girls‘ Day ist immer ein ganz besonderer Tag für uns im BBiW“, bestätigt Eva Kroneder, betreuende Ausbilderin im Bereich Chemie im BBiW. „Wir freuen uns, junge Mädchen dabei zu unterstützen, ihren Traumberuf zu finden und sie dabei zu ermutigen, auch solche Berufe in Erwägung zu ziehen, in denen immer noch weniger Frauen als Männer arbeiten“, so Kroneder.

Auch BBiW-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Neef zieht eine positive Bilanz aus der diesjährigen Veranstaltung: „Die klassischen Rollenklischees haben ausgedient. Technische Berufe verlangen heute Aufmerksamkeit, Köpfchen und Interesse und keine Muskelkraft. Hier machen unsere weiblichen Azubis ihren männlichen Kollegen oft was vor. Das konnten die Teilnehmerinnen an diesem Tag sehr gut selbst erfahren – und das war unser Ziel!“

Hinweis

Die Inhalte dieser Presseinformation sprechen Frauen und Männer gleichermaßen an. Zur besseren Lesbarkeit wird nur die männliche Sprachform (z. B. Kunde, Mitarbeiter) verwendet.

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