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29. März 2017 - Burghauser Anzeiger

Achim Rummert hat die Raffinerie am Laufen gehalten

OMV würdigt Einsatz des am 12. März gestorbenen ehemaligen Mitarbeiters und stellvertretenden Werkleiters

Burghausen.
Achim Rummert hat als verantwortlicher Mitarbeiter der OMV viel für den Erfolg der Burghauser Raffinerie geleistet. Vor einem Jahr ist er nach 35 Jahren Betriebszugehörigkeit vorzeitig in den Ruhestand getreten, hatte nun endlich Zeit und Muße für all das, wozu er als Hauptabteilungsleiter Produktion und stellvertretender Werkleiter nie gekommen war. Das Schicksal meinte es leider anders: Am 12. März setzte völlig überraschend ein Herzinfarkt seinem Leben ein Ende. Er starb mit 61 Jahren bei einer seiner beliebten Radtouren, als er gerade in Mehring unterwegs war.

Achim Rummert ist ein gebürtiger Burghauser. 1984 heiratete er Elisabeth Zipfhauser aus Burgkirchen. Aus der Ehe gingen die nun erwachsenen Söhne Simon und Michael hervor. Nach der Trennung fand Achim Rummert in Brigitte Trajer-Rummert eine neue Lebensgefährtin. Die Liebe zum Radfahren war ihr gemeinsames Hobby, zudem steckte seine neue Frau Achim Rummert auch mit ihrer Begeisterung für die Bergwelt an.

Wenn ein Nachbar oder Bekannter Hilfe brauchte, war Achim Rummert stets zur Stelle. Liebenswürdig und hilfsbereit, so behalten ihn die Mitmenschen seines Umfelds in Erinnerung. Ein Faible hatte er auch für Gartenarbeit. Hier fand er den Ausgleich zum Stressigen Berufsalltag, hier konnte er seine Bodenständigkeit ganz konkret ausleben.

Am 16. März fand die Beerdigung in der Friedhofskapelle Burghausen statt – unter großer Anteilnahme und im Beisein der ehemaligen und heute noch in der OMV in Wien aktiven Geschäftsführer Dr. Alois Virag, Dr. Dieter Tuppinger und Thomas Gangl.

Die OMV verlor mit ihm eine Identifikationsfigur, sowohl nach außen als auch nach innen. Er hat die Raffineriegeschichte maßgeblich mitgestaltet und -geschrieben. Von Beginn seiner Karriere als Verfahrensingenieur bei der damaligen Deutschen Marathon Petroleum GmbH bis zum Produktionsleiter und stellvertretenden Werkleiter der heutigen OMV Raffinerie in Burghausen.

Für Achim Rummert standen die Mitarbeiter und da natürlich allen voran sein Produktions-Team immer an erster Stelle. Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums zum Chemie-Ingenieur an der TU Karlsruhe begann er am 1. Juli 1981 als Verfahrensingenieur im Bereich Technische Dienste. Wesentliche Projekte waren hier die Erweiterung der Ethylen-Anlage und die Umstellung der Rohölanlage auf ein neues Regelsystem.

Im April 1986 wurde Achim Rummert Anlagenleiter des Rohölbereichs und im Juli 1989 Anlagenleiter der damals neu gebauten HDPE-Anlage bei der heutigen Borealis. Am 1. März 1994 wurde er Anlagenleiter der Ethylen-Anlage.

Vier Jahre später, im November 1998, hat er dann die Leitung der gesamten Petrochemie übernommen. Diese ist bis zum Schluss eine Herzensangelegenheit für Achim Rummert geblieben. Und sie ist gerade heute der Bereich, der strategisch und wirtschaftlich bedeutend ist für die Raffinerie in Burghausen.

Im Januar 2006 wurde Achim Rummert zum Hauptabteilungsleiter Technik befördert und zweieinhalb Jahre später, ab Juli 2008, hat er die Hauptabteilung Produktion übernommen. Mit dieser Position des Hauptabteilungsleiters Produktion sowie des stellvertretenden Werkleiters wird man seinen Namen auch in Zukunft immer verbinden.

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger

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