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27. Januar 2012 - Passauer Neue Presse

Gewinneinbruch bei Wacker: Rückgang um 30 Prozent

Umsatz 2011 wuchs leicht um drei Prozent auf 4,91 Milliarden Euro

München.
Der Spezialchemiker und Halbleiterzulieferer Wacker Chemie hat zum Jahresende 2011 die schwache Nachfrage in der Halbleiter- und Solarbranche zu spüren bekommen. Damit verhagelt das durchwachsene vierte Quartal dem Unternehmen den Abschluss für das Gesamtjahr.

Zwar wuchs der Umsatz leicht, unter dem Strich verdienten die Oberbayern im vergangenen Jahr aber deutlich weniger Geld, wie Wacker Chemie gestern in München mitteilte. Auch höhere Rohstoffpreise und Energiekosten drückten der Firma auf die Bilanz.

Der Gewinn ging den Zahlen zufolge im vergangenen Jahr von 497 auf rund 350 Millionen Euro zurück. Ein Minus von fast 30 Prozent. 2012 soll es besser laufen. Der Umsatz wuchs leicht um drei Prozent auf 4,91 Milliarden Euro und verfehlte ebenfalls die erst im Oktober abgesenkte Jahresprognose des Unternehmens.

Vor allem die Nachfrageflaute aus der Halbleiterindustrie machte Wacker im vierten Quartal zu schaffen. Das ohnehin im letzten Viertel schwächere Chemiegeschäft mit der Baubranche lief zudem ebenfalls schleppender als üblich. Immerhin habe die Kundennachfrage in den ersten Wochen des Jahres wieder an Fahrt gewonnen. Zudem stiegen die Absatzmengen. Allerdings seien gerade im Halbleitergeschäft die Preise weiter rückläufig.

Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 16 000 Mitarbeiter, 10 000 davon allein am größten Standort im oberbayerischen Burghausen.

Quelle: Passauer Neue Presse

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