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24. Oktober 2017 - Passauer Neu Presse

Wacker: Auszeichnung für Innovation bei Siliconölen

Burghausen/München.
Die Wacker Chemie AG hat Erich Schaffer, Dr. Steffen Dörrich, Dr. Florian Hoffmann und Dr. Harald Voit für die Aufklärung des Verhaltens von Siliconen im Hochtemperaturbereich mit dem „Alexander Wacker Innovationspreis“ ausgezeichnet. Die vier Spezialisten haben im Rahmen ihrer Untersuchungen am konzerneigenen Forschungszentrum  „Consortium  für  elektrochemische Industrie“ hochtemperaturbeständige Siliconöle entwickelt.

Das erste Produkt, „Helisol“, lässt sich bis zu einer Temperatur von 425 Grad Celsius erhitzen und bleibt auch bei Temperaturen von -40 Grad Celsius noch dünnflüssig. In Solarthermieanlagen ermöglicht es laut Unternehmensangaben Wirkungsgrade, die sich mit konventionellen Wärmeträgerflüssigkeiten nicht erreichen lassen. Der mit 10 000 Euro dotierte Innovationspreis, den Wacker bereits zum zwölften Mal vergibt, wurde heuer in der Kategorie Grundlagenforschung ausgeschrieben.

„Helisol“ kann laut Unternehmensnachricht rund 30 Grad wärmeren Betriebstemperaturen standhalten als bislang übliche Produkte. Gleichzeitig hat das Öl mit -55 Grad Celsius einen wesentlich niedrigeren Gefrierpunkt als herkömmliche Wärmeträgerflüssigkeiten, was die sonst üblichen Begleitheizungen überflüssig macht und somit den Energieverbrauch reduziert. Damit steigt der Wirkungsgrad der Anlagen. „Mit unserem hochreinen Polysilicium leisten wir schon heute einen wesentlichen Beitrag für die Erzeugung sauberer Solarenergie. Mit der heute ausgezeichneten Forschungsarbeit bauen wir unser Produktportfolio auf dem Gebiet der nachhaltigen Energieerzeugung weiter aus und unterstützen so gleichzeitig die Anstrengungen, den Ausstoß von Kohlendioxid zu senken“, sagte Auguste Willems, Vorstandsmitglied der Wacker Chemie AG, der den Preis beim jährlichen Forschungs- und Entwicklungssymposium in Burghausen übergab. Das Forscher- und Entwicklertreffen gab es heuer zum 45. Mal.

Quelle: Passauer Neue Presse

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