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23. Mai 2017 - Passauer Neue Presse

Bahn-Nadelöhr Mühldorf-Tüßling ins Bayerische Chemiedreieck beseitigt

150 Millionen Euro kostete der Ausbau auf einer Länge von elf Kilometern

Mühldorf.
Die Schienenanbindung des Bayerischen Chemiedreiecks wurde am gestrigen Montag wieder ein kleines Stück mehr an seine Leistungsfähigkeit und -stärke angepasst: In Mühldorf stellten Vertreter der Landes- und Bundespolitik sowie der Deutschen Bahn die Zeichen auf Grün für das zweite Gleis zwischen Mühldorf und Tüßling (Landkreis Altötting).

Rund 150 Millionen Euro kostete der Ausbau auf einer Länge von elf Kilometern, die Verkehrsfreigabe erfolgte ein halbes Jahr vor der geplanten Fertigstellung. Die bisherige Engstelle behinderte den Warenfluss ebenso wie den Personenverkehr. 140 Züge mussten sich bisher am Tag ein Gleis teilen. Das knapp acht Kilometer lange Anschlussstück Mühldorf-Ampfing war 2010 zweigleisig geworden.

Zur Freude über die Vollendung des Projekts kam auch der Blick in die Zukunft. Denn die Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing ist Teil der Magistrale Paris-München-Bratislava, und vor allem zwischen Tüßling und Freilassing ist noch unklar, inwieweit die Ausbaupläne in greifbarer Nähe sind. Deren Notwendigkeit erklärte Staatsminister Marcel Huber Bahn-Vorstand Ronald Pofalla und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt nicht zuletzt mit der Tatsache, dass der Hafen von Triest für bayerische Güter der nächstgelegene ist.

Sowohl Pofalla als auch Dobrindt erkannten in der gesamten Strecke eine „Lebensader für die gesamte Region“. Der Verkehrsminister: „Deshalb werden wir den Ausbau des Schienennetzes in Südostoberbayern weiter energisch vorantreiben. Unser Ziel ist: Die Strecke München-Freilassing durchgängig zu elektrifizieren und weiter auszubauen.“

Doch nicht nur die Vorteile für den Gütertransport lägen auf der Hand, auch die Fahrgäste profitierten – von verkürzten Fahrtzeiten und nicht zuletzt von zwei rundum modernisierten Bahnhöfen in Tüßling und Mühldorf, so Huber.

Quelle: Passauer Neue Presse

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