ChemDelta Bavaria - Titelbild

22. Juli 2017 - Alt-Neuöttinger Anzeiger

Im Gespräch mit den Arbeitnehmern

Bischof Stefan Oster zu Gast bei Wacker Chemie Burghausen und im Chemiepark Gendorf

Burghausen/Burgkirchen.
Wo arbeiten die Menschen im Bistum Passau? Am Mittwoch war Bischof Dr. Stefan Oster zu Gast im Chemiepark Gendorf und bei der Firma Wacker in Burghausen. Anlass gab ihm das 50-jährigen Bestehen des KAB Sekretariats Burghausen/Altötting und die Neubegründung eines Büros für die Betriebsseelsorge in Burgkirchen. Die Chemieindustrie ist ein wichtiger Arbeitgeber für die Bevölkerung im Süden des Bistums Passau. Das ist auch der Grund, weshalb Katholische Arbeitnehmerbewegung und Betriebsseelsorge dort vor Ort sind.

Es war ein volles Tagesprogramm, das KAB-Diözesansekretär Andreas Wachter und Betriebsseelsorger Otwin Marzini dem Bischof zumuteten. Am Vormittag führten Geschäftsleiter Dr. Bernhard Langhammer und Betriebsratsvorsitzender Michael Schnabel von der Firma InfraServ Gendorf durch den Chemiepark Gendorf. Höhepunkte waren die Besichtigung des neuen Kraftwerks mit einer Gasturbine, die moderne Feuerwache, die Arbeitsräume der InfraServ Gendorf Technik, der Ausbildungsstätte und wesentlich die Begegnung mit Mitarbeitern und Auszubildenden.

Am Nachmittag nahm sich Werkleiter Dr. Dieter Gilles die Zeit den Bischof und eine Delegation durch das Wacker-Werk in Burghausen zu führen. Begegnungen mit Mitarbeitern im Werk Poly8, im Anwendungstechnikum Silicone, in der Werkfeuerwehr und im Gesundheitsdienst standen auf dem Programm. Auch die Arbeit des Betriebsrates war wichtiger Bestandteil des Nachmittags sowie der gemeinsame Austausch und Aussprache. Der Bischof trug sich ins Goldene Buch der Firma ein und schloss den Werkbesichtigung mit einem Segen für die Mitarbeiter und den Betrieb ab.

„In beiden Betrieben wird viel Wert gelegt auf eine gute Ausbildung und Bildung. Sicherheit steht in beiden Industriestandorten an oberster Stelle“, so das Fazit des Bischofs. Auch sei deutlich geworden, wie global die Unternehmen handeln und wie stark sie auch von politischen Begebenheiten abhängen. Angesprochen wurden auch Themen wie beispielsweise Integration, Flüchtlinge und Zeitarbeit. Wichtig war dem Bischof zu sehen, welche Arbeitsbedingungen die Situation der Arbeitnehmer prägen.

Beindruckt zeigte sich Oster bei beiden Unternehmen nicht nur von der Fläche und Größe der Anlagen, sondern auch von den Mitarbeiterzahlen. Im Chemiepark Gendorf sind etwa 4000 Menschen beschäftigt. Bei Wacker, dem größten Arbeitgeber im Landkreis Altötting, knapp 10 000 Menschen.

Die Frage, woher die Mitarbeiter kommen, präzisierte Werkleiter Dr. Gilles von Wacker auch auf das Bistum. 80 Prozent kommen aus dem Bistum Passau. 65 Prozent sind Katholiken.

Bischof Stefan Oster nahm viele Begegnungen mit Mitarbeitern, Eindrücke und Gespräche mit nach Passau. Es wurde deutlich: „Die Arbeitnehmer und die Betriebe sind mir wichtig.“

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger

Originaldarstellung des Artikels

zur Übersicht