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22. Juni 2017 - Passauer Neue Presse

Plan: Einbringung der AlzChem in die Softmatic

München/Trostberg.
Vorstand und Aufsichtsrat der Softmatic AG haben am Montag beschlossen, der nächsten ordentlichen Hauptversammlung der Softmatic AG am 4. August eine kombinierte Kapitalerhöhung gegen Sach- und Bareinlagen vorzuschlagen. Mit dieser Transaktion soll die AlzChem AG in die Softmatic AG eingebracht und dadurch die Softmatic AG aktiviert werden.

Die AlzChem AG hat gemäß eines im Auftrag der Softmatic AG durch die S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellten Gutachtens einen objektivierten Unternehmenswert in Höhe von 250,95 Millionen Euro. Die Aktionäre der AlzChem AG,  darunter  die LIVIA Corporate Development SE, die zugleich mit einer prozentualen Beteiligung von rund 72,4 Prozent Hauptaktionärin der Softmatic AG ist, sollen gegen Einlage aller 11 Millionen ausstehender Aktien der AlzChem AG zur Übernahme von insgesamt 100 323 339 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem Anteil am Grundkapital von 1 Euro je Stückaktie der Softmatic AG zugelassen werden.

Das Grundkapital der Softmatic AG wird dadurch von 310 000 Euro um 100 323 339 auf 100 633 339 Euro erhöht. Die neuen Aktien sollen ab dem 1. Januar 2017 gewinnberechtigt sein und zu einem Gesamtausgabebetrag von insgesamt 230 743 679,70 Euro, also zu einem Ausgabebetrag von 2,30 Euro je Stückaktie, ausgegeben werden.

Über diesen Weg kann sich die AlzChem, wie bereits zu Beginn des Jahres angestrebt, an der Börse platzieren. Wie berichtet war der Börsengang kurzfristig abgesagt worden. Für viele potenzielle Investoren schien damals das Unternehmen AlzChem zu klein und das Geschäftsfeld der  Chemie  einschließlich  des Produktionsverbunds zu komplex.

Zur Softmatic AG: Nach Aufgabe des operativen Geschäfts als lT-Unternehmen im Zuge des im Jahr 2002 eröffneten Insolvenzverfahrens und eines erfolgreichen Insolvenzplanverfahrens ist die Gesellschaft seit langem nicht mehr operativ tätig. Die Aktivitäten beschränkten sich auf die Erfüllung der sich aus Handels-, Aktien- und Börsenrecht ergebenden Verpflichtungen. In 2015 wurde ein Großteil der Aktien der Softmatic AG an den neuen Hauptaktionär, die LIVIA Corporate Development SE, verkauft.

Für den Standort Trostberg und die Zukunft der AlzChem AG sieht AlzChem Vorstand Ulli Seibel durch den angestrebten Deal keine Nachteile, sondern die gleichen Vorteile, die man sich auch aus dem Börsengang im Frühjahr erwartet hatte. Mit einer weiteren Bewertung will Seibel der angekündigten Hauptversammlung und den Entscheidungen der Eigentümer nicht vorgreifen.

Bleibt noch eine wichtige Frage aus Sicht der Mitarbeiter der AlzChem: Wird es auch im Zuge der geplanten Transaktion in Richtung Börsennotierung einen Bonus für jeden Mitarbeiter in Höhe eines Monatsgehalts geben, wie er ursprünglich für den Fall eines Börsenganges vorgesehen war? Ulli Seibel: „Hier hat sich nichts geändert. Im Falle eines erfolgreichen Börsengangs erhalten die Mitarbeiter einen Bonus.“

Weitere Details zu den Unternehmen im Internet: www.softmatic-ag.de und www.alzchem.com

Quelle: Passauer Neue Presse

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