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19. Oktober 2017 - Passauer Neu Presse

AlzChem AG an der Frankfurter Börse notiert

Barkapitalerhöhung mit Bruttoemissionserlös in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro

Trostberg.
Die AlzChem AG hat durch die Einbringung in die börsennotierte AlzChem Group AG (ehemals Softmatic AG) den Schritt in den Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse vollzogen. Mittlerweile sind damit insgesamt 101 763 355 Aktien des vertikal integrierten Spezialchemie-Anbieters mit führender Marktposition in ausgewählten Nischenmärkten unter der Wertpapierkennnummer A0AHT4 notiert. Die Heimatzeitung berichtete zum Teil bereits in Lokalausgaben.

Zusätzlich zur Einbringung der AlzChem AG in die AlzChem Group AG hat es eine Barkapitalerhöhung gegeben, durch die der Gesellschaft ein Bruttoemissionserlös in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro zugeflossen ist. Durch die erfolgreiche Einbringung der AlzChem AG ist die AlzChem Group AG nun Konzernobergesellschaft der AlzChem-Gruppe.

Ulli Seibel, Vorstandsvorsitzender der AlzChem Group AG, erklärt: „Wir sind überzeugt, dass der Schritt an den Kapitalmarkt für eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung sehr hilfreich ist. Wir eröffnen uns damit eine weitere Option, um unser zukünftiges Wachstum zu finanzieren. Darüber hinaus werden wir als börsennotiertes Unternehmen auch im operativen Geschäft von der zusätzlichen Aufmerksamkeit profitieren und unsere Attraktivität am Arbeitsmarkt erhöhen.“

Als vertikal integriertes Chemieunternehmen mit knapp 1500 Mitarbeitern (Stichtag 30. Juni 2017) produziert und vermarktet AlzChem chemische Erzeugnisse der Calciumcarbid-/Calciumcyanamid-Wertschöpfungskette (NCN-Kette) für diversifizierte Märkte. Dabei handelt es sich um Produkte mit typischer Stickstoff-Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung, die in einer Vielzahl von Branchen wie bspw. in der Feinchemie oder der Landwirtschaft Anwendung finden. AlzChem unterhält vier Produktionsstätten in Deutschland, eine Carbid-Fabrik in Schweden, eine Vertriebstochter in den USA sowie eine chinesische Tochtergesellschaft.

Das operative Geschäft der AlzChem-Gruppe gruppiert sich entlang der kompletten Wertschöpfungskette in drei Segmente. Das mit mehr als 50 Prozent Umsatzanteil größte Segment „Specialty Chemicals“ umfasst die Herstellung und den Vertrieb hochwertiger chemischer Erzeugnisse. Das Geschäftssegment „Basics & Intermediates“ bündelt die Erzeugung chemischer Zwischenprodukte, die auf den Ausgangsstoffen Calciumcarbid und Calciumcyanamid basieren. Diese Zwischenprodukte werden entweder an Dritte verkauft oder zu Spezialchemieprodukten weiterverarbeitet.

Das dritte operative Segment „Other & Holding“ fasst sämtliche sonstige Tätigkeiten zusammen. Im wesentlichen handelt es sich um Dienstleistungen rund um die Chemieparks Trostberg und Hart, die von AlzChem (auch für Dritte) betrieben werden. Im ersten Halbjahr 2017 erzielte AlzChem Umsatzerlöse von ca. 182,8 Mio Euro (Vorjahr: 173,5 Mio Euro). Das EBITDA konnte laut Unternehmensangaben überproportional um 14,8 Prozent auf 27,9 Mio Euro in den ersten sechs Monaten des Jahres gesteigert werden (Vorjahr: 24,3 Mio Euro). Finanzvorstand Andreas Niedermaier: „Wir haben uns im ersten Halbjahr operativ gut entwickelt und sehen zuversichtlich in die Zukunft. Unsere Belegschaft wird am Unternehmenserfolg durch Zahlung einer Prämie für den Börsengang in Höhe eines Monatsgehaltes beteiligt.“ Die AlzChem Group AG wird die Zahlen über die ersten neun Monate 2017 am 14. November 2017 vorlegen.

An der Börse notierte die junge Aktie der AlzChem AG gestern bei Redaktionsschluss mit 3,28 Euro.

Quelle: Passauer Neue Presse

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