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17. Juni 2017 - Passauer Neue Presse

SKW Metallurgie meldet Trendwende

Geschäftsverlauf der SKW Metallurgie bei moderatem Wachstum – Hauptversammlung unbestimmt verschoben

München.
Trendwenden bei der Stahlproduktion in USA und Europa sowie ein positiv verlaufendes Geschäft in Brasilien prägen das erste Quartal 2017 für SKW Metallurgie. Die SKW Gruppe hat in den ersten drei Monaten einen Umsatz im Kerngeschäft von 64,5 Mio Euro und ein operatives EBITDA von 3,4 Mio Euro erzielt. Somit verbessern sich diese Kennzahlen für die ersten drei Monate gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (Umsatz 59,0 Mio Euro operatives EBITDA 2,6 Mio Euro).

Vor diesem Hintergrund hält die SKW Metallurgie nicht an dem Termin der ordentlichen Hauptversammlung Anfang Juli 2017 fest. Das Unternehmen will rechtzeitig einen neuen Termin bekannt geben. Auf der Hauptversammlung soll das Ergebnis des laufenden Investorenprozesses angemessen berücksichtigt werden können.

„Wir haben das Krisenjahr 2016 gut gemeistert und uns operativ stärker im Markt behauptet als viele Wettbewerber“, erklärt Dr. Kay Michel, CEO der SKW Stahl-Metallurgie Holding AG. „Einerseits profitieren wir von dem seit Ende 2016 zu verzeichnenden Aufwärtstrend in unseren Kernmärkten, andererseits müssen wir einem sich weiter verschärfenden Margendruck standhalten. Unser internes kontinuierliches Verbesserungsprogramm ReMaKe mit Vorjahres-Effekten in zweistelliger Millionenhöhe trägt maßgeblich zu dieser widerstandsfähigen Marktposition bei. Im laufenden Geschäftsjahr erwarten wir dadurch einen nochmaligen Ergebniseffekt im einstelligen Millionenbereich“.

Die Automobilindustrie, der Bausektor sowie der Maschinenbau garantieren derzeit, dass die Kapazitäten weltweit wieder besser ausgelastet sind. Bedingt durch die immensen Überkapazitäten vor allem in China bleibt die Lage auf dem globalen Stahlmarkt dennoch kritisch und der massive Druck auf die Preise in den Abnehmerbranchen der SKW setzt sich daher fort.

Entgegen diesem Trend konnte die SKW die Rohertragsmarge im ersten Quartal mit 32,7 Prozent (Vorjahrszeitraum 32,3 Prozent) aufgrund von Einkaufserfolgen und einem optimierten Produktmix verbessern. Kombiniert mit einer Ausweitung der Produktion um 6,9 Prozent gegenüber Vorjahr sowie den angesprochenen Effizienzsteigerungen führte dies zur dargestellten positiven Ergebnisentwicklung.

SKW ist operativ nunmehr effizient aufgestellt und daher zuversichtlich, die Chancen auf seinen Kernmärkten nutzen und die Wettbewerbsposition verbessern zu können. Für den Fall einer andauernden positiven Entwicklung der Rahmenbedingungen sagt das Unternehmen voraus, das operative EBITDA deutlich über das Niveau der Guidance für das Geschäftsjahr 2017 (Umsatz ca. 230 Mio Euro und operatives EBITDA von 9 Mio Euro steigern zu können.

Um sich strategisch nachhaltig weiterzuentwickeln muss das Unternehmen nach Maßgabe der mit den Kreditgebern abgestimmten Rahmenbedingungen nunmehr wie bereits mehrfach kommuniziert im nächsten Schritt die Bilanz restrukturieren und das Eigenkapital stärken. „Dies ist die grundlegende Voraussetzung für die Umsetzung unserer Mittelfristplanung und die nachhaltige Repositionierung unseres Unternehmens“, erläutert CEO Michel.

Derzeit führt die SKW Gespräche mit interessierten Investoren, die noch andauern. „Die potenziellen Investoren setzen sich mit unserem Konzern so zügig wie möglich und so gründlich wie nötig auseinander“, legt Michel dar. „Dieser Aufwand im Interesse der SKW Metallurgie lohnt sich allemal“.

Quelle: Passauer Neue Presse

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