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16. Dezember 2017 - Burghauser Anzeiger

Eine Erfolgsgeschichte

2,5 Jahre nach Betriebsbeginn wurde der zweite Kran am KTB eingeweiht

Burghausen.
Als das Güterterminal im Burghauser Norden geplant wurde, zögerten Behörden und Bahn: Ist es wirklich nötig? Jetzt, nur zweieinhalb Jahre nach der Eröffnung, wurde die zweite Ausbaustufe mit einem zweiten Kran offiziell eingeweiht. Denn schon ein halbes Jahr nach Betriebsstart war klar: Das Terminal war nicht nur nötig, es muss sogar umgehend ausgebaut werden. Und dass dies in nur 2,5 Jahren passiert ist, dafür klopften sich die Verantwortlichen bei der Eröffnungsfeier gegenseitig auf die Schultern.

Und womöglich ist nach dem Ausbau vor dem Ausbau: „Wir haben noch Reserveflächen zum Alzkanal hin“, stellte Bürgermeister Hans Steindl weitere Möglichkeiten in Aussicht. Anton Steinberger, Geschäftsführer der Wirtschaftsbeteiligungsgesellschaft (WiBG) nannte die Zahlen: Bereits jetzt können 60 000 Hübe pro Jahr mit den beiden Kränen unternommen werden, um ein Drittel mehr als vor dem Ausbau. Insgesamt wurden für das Projekt KTB (Kombi Terminal Burghausen) 37 Millionen Euro investiert, davon 21,6 Millionen aus Fördergeldern des Eisenbahnbundesamtes. Größter Gesellschafter der KTB GmbH ist die Stadt Burghausen über die WiBG. „Das ist kein Steuergeld“, betonte Hans Steindl. Die WiBG habe das Projekt über Darlehen finanziert, die mit Miteinnahmen abbezahlt werden.

Beim KTB handelt es sich um ein öffentliches Terminal, jedoch nutzt die Wacker Chemie einen Großteil der Kapazitäten. „Wir können nun 99,5 Prozent des gesamten Container-Verkehrs auf der Schiene abwickeln“, erklärte Dr. Thomas Bronnert, Leiter Logistik bei Wacker.

Den kirchlichen Segen für den zweiten Kran sprach Kaplan Michael Vogt. Den Verantwortlichen bleibt neben dem Wunsch nach einem unfallfreien Betrieb nur mehr einer: der nach einer besseren Bahn-Anbildung.

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger

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