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11. Oktober 2017 - Alt-Neuöttinger Anzeiger

Chancengleichheit bei Bildung gefordert

IG BCE ehrt ihre Arbeits- und Rentnerjubilare – Stärkung der sozialen Sicherheit als Ziel

Hart.
33 ehemalige und aktive Mitarbeiter vom Werk Hart der AlzChem, der ASK Chemicals Metallurgy GmbH und der Firma Rovita in Wiesmühl sind bei der Jubilarfeier der IG BCE im Betriebsrestaurant in Hart für 25- bis 70-jährige Mitgliedschaft bei der Gewerkschaft geehrt worden. Blicke man auf die Erfolge der IG BCE, könne man mit Recht sagen: „Es lohnt sich, jahrzehntelang dabei zu sein und dabei zu bleiben“, sagte Harald Sikorski, Bezirksleiter der IG BCE Altötting.

Im Namen des Betriebsrats der AlzChem eröffnete Christian Ortbauer die Feier. Noch bis Freitag tagt der 6. Ordentliche Gewerkschaftskongress der IG BCE unter dem Motto „Gemeinschaft. Macht. Zukunft.“ 400 Delegierte aus 44 Bezirken beraten in Hannover über die Politik und Positionen der IG BCE für die kommenden vier Jahre. Für die AlzChem sind Karl Held und Otto Wolf mit dabei.

Dass die Geschlechtergerechtigkeit im Betrieb wie in der Gesellschaft keine Realität ist, bezeichnete Sikorski als Skandal. Auch Altersarmut und ungleiche Bildungschancen dürften nicht so bleiben.

Trotz der augenblicklichen Stabilität in Wirtschaft und Gesellschaft machten sich viele Menschen Sorgen um die Zukunft. Deshalb fordere man mehr Tarifverträge statt Tarifflucht, mehr Mitbestimmung statt Behinderung von Betriebsräten. Konzerne, die weltweit tätig sind, müssten ihre soziale, ökologische und ökonomische Verantwortung anerkennen und entsprechend handeln. Ziel sei die Schaffung rechtsverbindlicher internationaler Regeln.

Einer grundsätzlichen Verbesserung bedürfe das Bildungssystem, das unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebensweise gerechte Startchancen für alle Kinder ermöglichen müsse. Die IG BCE fordere, dass im Jahr 2020 in Deutschland kein Mensch mehr bis zum 30. Lebensjahr ohne Schul- und Berufsabschluss sein darf. Die IG BCE wolle die Chancen der Digitalisierung nutzen. Das bedeute mehr Wahlfreiheit bei der Arbeitszeit für Arbeitnehmer. Die IG BCE wehre sich gegen steigenden Leistungsdruck in Folge der Digitalisierung.

Die soziale Sicherung in Deutschland wolle man stärken und zukunftsfest machen. Außerdem setzt sich die IG BCE für eine Rückkehr zur paritätisch finanzierten Krankenversicherung ein, bei der Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Beitrag zu gleichen Teilen bestreiten.mwa

DIE GEEHRTEN
25 Jahre: Rovita: Josef Bartl, Martin Huber; AlzChem Werk Hart: Norbert Geischeder, Alexander Hill, Michael Wimmer
40 Jahre: AlzChem Werk Hart: Max Bacher, Alfred Brüderl, Anton Foss, Thomas Huber, Herbert Jais, Franz Jakob, Erwin Kaiser, Hans Klenk, Josef Koegler, Johann Müller, Rainer Ott, Helmut Peterlunger, Christian Schmidmaier, Helmut Schön, Rudolf Staar, Anton Steiner, Johann Wieser, Hermann Winklharrer; ASK Chemicals Metallurgy: Georg Korhammer
50 Jahre: AlzChem Werk Hart: Gerold Moser
60 Jahre: AlzChem Werk Hart: Josef Englmeier, Johann Hackner, Josef Hintermeier, Konrad Huber, Johann Miesgang, Heinz Reichstaller, Walter Riedl
70 Jahre: AlzChem Werk Hart: Hermann Bäuml, Heinrich Hofmann, Josef Mayer, Rudolf Ott

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger

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