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11. April 2017 - Passauer Neue Presse

SKW Stahl Metallurgie einigt sich mit früherem Vorstand

Vergleichslösung vorbehaltlich der Zustimmung in der Hauptversammmlung am 6. Juli

München.
Der SKW Metallurgie Konzern, „weltweit führender Anbieter von Primär- und Sekundärmetallurgie-Lösungen für die Stahlindustrie, seine ehemaligen Vorstandsmitglieder Ines Kolmsee (Vorstandsvorsitzende) und Gerhard Ertl (Finanzvorstand) und der D&O-Versicherer haben sich hinsichtlich ihrer rechtlichen Auseinandersetzungen im Vergleichswege geeinigt“, informiert der Konzern.

Streitige Schadensersatzpflicht
Die Auseinandersetzungen betreffen vor allem eine zwischen den Parteien streitige Schadensersatzpflicht im Zusammenhang mit den inzwischen – aus Sicht des SKW Metallurgie Konzerns – abgewickelten Expansionsprojekten in Bhutan und Schweden.

Der gefundene Kompromiss, der unter dem Vorbehalt eines zustimmenden Votums der Hauptversammlung der SKW Stahl-Metallurgie Holding AG am 6. Juli in München steht, beinhaltet laut Unternehmensnachricht „beiderseits keinerlei Anerkenntnis einer Rechtsposition und umfasst im Übrigen folgende wesentlichen Punkte:

Zudem werden die Versicherungsleistungen unmittelbar zahlungswirksam und stehen somit als Eigenbetrag des SKW Metallurgie Konzerns zur Reduktion der Finanzverschuldung zur Verfügung. Zusätzlich stärkt die Reduktion der Versorgungszusage die zukünftige Liquidität des Konzerns.“

„Fokussierung auf die Zukunft möglich“
„Der gefundene Vergleich liegt im besten Interesse des SKW Metallurgie Konzerns und seiner Aktionäre“, betont das Unternehmen: „Eine Fortsetzung der Rechtsstreitigkeiten hätte für die SKW jedenfalls ein signifikantes Prozess- und Kostenrisiko in einem langjährigen und aufwändigen Gerichtsverfahren bedeutet. Durch die vorliegende Einigung ist es nunmehr der SKW möglich, sich wieder auf die Zukunft zu fokussieren.“ Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung am 6. Juli in München daher die Annahme des Vergleichs empfehlen.

Quelle: Passauer Neue Presse

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