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8. Februar 2017 - Passauer Neue Presse

AlzChem bläst Börsengang ab

Das von politischen Themen dominierte Marktumfeld sorgt für Unsicherheit bei Neuinvestitionen“

Trostberg.
Der groß angekündigte Börsengang der AlzChem AG ist vorerst geplatzt.

Der Handelsstart der Aktien im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse war – wie berichtet – eigentlich für diesen Freitag geplant. Gestern Abend teilte der Chemie-Konzern mit Sitz in Trostberg jedoch mit, dass trotz des großen Interesses von Investoren in Europa und den USA eine Platzierung in der angestrebten Preisspanne letztlich nicht möglich gewesen sei. Grund: „Das gegenwärtig weiterhin von politischen Themen dominierte Marktumfeld sorgt trotz hoher Indexstände für eine anhaltende Unsicherheit bei Neuinvestitionen.“

Ursprünglich hatte das Unternehmen 8,13 Millionen Aktien angeboten, von denen zwei Millionen aus einer Kapitalerhöhung stammen sollten.Die Preisspanne hatte bei 20 bis 27 Euro gelegen. Alzchem hatte einen Emissionserlös von 40 bis 54 Millionen Euro angepeilt. Der größte Teil dieser Summe sollte in den Bau einer weiteren Produktionsanlage am Standort Trostberg fließen.

Ulli Seibel, Vorstandsvorsitzender der AlzChem AG, nimmt zu der überraschenden Wendung wie folgt Stellung: „Wir danken den Investoren, die gezeichnet und auch denen, die das Unternehmen analysiert haben. Ein besonderer Dank geht auch an die Mitarbeiter, Berater und Bankenteams, die sehr engagiert an dem Börsengang gearbeitet haben. Auch ohne einen kurzfristigen Börsengang werden wir den eingeschlagenen Wachstumskurs vorantreiben und in die weitere Entwicklung unseres Geschäftssegments Specialty Chemicals investieren. Hierfür werden wir alternative Finanzierungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen.“

Börsengang in der Zukunft doch möglich?

AlzChem prüfe darüber hinaus die Möglichkeit eines Börsengangs in der Zukunft. „Das Unternehmen verfügt“, wie es in der Pressemitteilung heißt, „über eine hohe Innenfinanzierungskraft und ist mit seinen margenstarken Spezialchemieprodukten gut positioniert, um künftig von externen Wachstumstreibern wie dem globalen Bevölkerungsanstieg, dem Trend zu gesundem Altern sowie der zunehmenden Bedeutung von Energieeffizienz profitieren zu können.“

Quelle: Passauer Neue Presse

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