ChemDelta Bavaria - Titelbild

6. Februar 2018 - Passauer Neu Presse

ChemDelta Bavaria bei Allianz für Bahnanbindung an den Flughafen

Immerhin: Am Flughafen beginnen die Arbeiten in Richtung Erding – Hoffnung auf Ringschluss in wenigen Jahren

München/Region.
Das Ziel ist klar. Seit Jahrzehnten ist es versprochen. Nur der Fortschritt ist langsam, wenngleich in einzelnen Abschnitten doch greifbar. Südostoberbayern soll leistungsfähiger per Bahn an München, an Salzburg und vor allem auch an den Münchner Flughafen angebunden werden.

Gestern präsentierte die Initiative Airport-Bahn, vor rund 15 Jahren vor allem von Mühldorfs Landrat Georg Huber stark forciert, den dringenden Ausbaubedarf und aktuellen Sachstand der Planungen und Arbeiten für die ABS 38 und die seit langem gewünschte Anbindung an den Flughafen München über „Walpertskirchner Spange“ und „Erdinger Ringschluss“.

Die Initiative, ursprünglich vor allem von der Flughafengesellschaft, von den Kreisen Mühldorf und Altötting unterstützt, hat mittlerweile nicht nur weitere Landkreise als Mitstreiter gewonnen, sondern auch die Lufthansa, die Initiative ChemDelta Bavaria und die Initiative S-Bahn-Bündnis Ost, die eine Anbindung des Messegeländes Riem an den S-Bahnstrang zwischen Markt Schwaben und München fordert.

Konkrete Ergebnisse im Streben nach einer besseren Anbindung des Münchner Flughafen stellte gestern FMG-Geschäftsführer Dr. Kerkloh vor. Gegen Ende des Jahres wird immerhin die Regionalbahnanbindung an die Landshuter Strecke in Betrieb gehen und für den Bau des Erdinger Ringschlusses laufen bereits im Osten des Flughafen- geländes die ersten Arbeiten. Die Flughafengesellschaft geht hier mit rund 100 Millionen Eurio in Vorleistung. Ein konkreter Fertigstellungstermin des Lückenschlusses zwischen Flughafen und Erdinger S-Bahnhof steht noch nicht fest. Aber so Mitte der 20er Jahre werde damit gerechnet, erklärte Kerkloh. Der Weiterbau der seit Bauphase des Flughafens geforderten Anbindung des Erdinger Ringschlusses an die Stammstrecke von München über Mühldorf nach Salzburg wird augenblicklich noch nicht terminiert.

Zu Beginn des jungen Jahrtausends war bereits ein Betriebsbeginn deutlich vor 2020 in Aussicht gestellt, dann aber wieder kassiert worden. Jetzt stehen die Planungsarbeiten im Vorlauf für die Walpertskirchner Spange wieder auf Neustart. Zuständig für diesen Abschnitt, wie für den Ringschluss zwischen Erding und Flughafen ist der Freistaat Bayern, vertreten durch die Autobahndirektion Südbayern.

Die Argumente für die Anbindung des Flughafens an die Region sind altbekannt. Es geht um die Erreichbarkeit der Arbeitsplätze mit öffentlichen Verkehrsmitteln, um die Erreichbarkeit der Flüge des zum Drehkreuz aufgestiegenen Münchner Flughafens bequem per Bahn aus dem Hinterland bis ins südwestliche Niederbayern und in den Salzburger Raum, aber auch um eine effiziente und umweltfreundliche Anbindung des Messezentrums mit zahlreichen Weltleitmessen an den Flughafen. Deutlich sichtbar ist mittlerweile auch der Ausbaubedarf der Stammstrecke „ABS 38“, um den wachsenden Güterverkehr ins und aus dem Bayerischen Chemiedreieck zu bewältigen Heimatwirtschaft berichtete dazu in den jüngsten Ausgaben mehrmals.

Quelle: Passauer Neue Presse

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