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3. August 2017 - Passauer Neu Presse

Clariant will Fusion mit Huntsman

Unternehmen meldet „gute Fortschritte“ – Ärger wegen Ethylen-Beschaffung

Muttenz/Burgkirchen.
Clariant und Huntsman Corporation haben Informationen zur geplanten Fusion unter Gleichen vorgestellt. „Die Vorbereitungen zur Fusion von HuntsmanClariant, einem global führenden Spezialchemiekonzern, machen weiterhin sehr gute Fortschritte und laufen nach Plan. Die Fusion soll wie ursprünglich anvisiert im Dezember 2017/Januar 2018 abgeschlossen werden,“ informiert Clariant mit Sitz in Muttenz in der Schweiz und einer starken Niederlassung im Chemiepark Gendorf im Kreis Altötting. Dort sind bei Clariant rund 800 Mitarbeiter beschäftigt.

Gleichzeitig meldet das Unternehmen, dass Clariant „Teil einer wettbewerbsrechtlichen Untersuchung der Europäischen Kommission betreffend den Beschaffungsmarkt für Ethylen“, ist und betont dazu: „Das Unternehmen unterstützt die zuständigen Behörden und wird die Details einer laufenden Untersuchung nicht weiter kommentieren.“

Clariant und Huntsman haben sich auf eine gemeinsame strategische Ausrichtung verständigt, mit der mittel- wie langfristig eine nachhaltige Wertgenerierung gewährleistet werden soll. Sie basiert weiterhin insbesondere auf der Konzentration auf wachstumsstarke und hochmargige Geschäfte, einem Ausbau der bereits starken Downstream-Präsenz und dem Ausnutzen der Vorteile durch sich ergänzende Produktportfolios und Reichweite, um eine zusätzliche jährliche organische Umsatzsteigerung von rund zwei Prozent bei einer EBITDA-Marge von ca. 20 Prozent zu erzielen sowie Synergien in Höhe von über 400 Mio Dollar und 25 Mio Dollar angestrebte Steuerreduzierung.

Der Merger soll die komplementären Vorteile der Bereiche Performance Products, Care Chemicals und Natural Resources voll ausschöpfen, auf die 35 Prozent des Umsatzes von HuntsmanClariant entfallen. HuntsmanClariant will global betrachtet über ein umfassendes Tenside-Portfolio in Highend-Nischenmärkten verfügen mit Wachstumsmöglichkeiten, „zum Beispiel durch Cross-Selling-Potenziale und neue Produktanwendungen.

„Das Projektteam kommt bei der Umsetzung der gemeinsamen Synergien sehr gut voran und ist äußerst zuversichtlich, die Synergieziele von mehr als 400 Mio als auch 25 Mio US-Dollar angestrebte Steuerreduzierung zu erreichen“, meldet Clariant. Relevante Unterlagen seien bei den Regulierungsbehörden eingereicht, einschliesslich in den USA, der EU und in China.

„In der Summe verspricht die Fusion für alle relevanten Stakeholder eine spürbare Wertsteigerung durch eine stärkere Bilanz, höheren Cash-flow, gesteigerte Stakeholder-Renditen und geringere Finanzierungskosten und wird Kapital bereitstellen für organisches Wachstum sowie wertschaffendes Portfoliomanagement“, bilanziert das Unternehmen. Ob die Fusion spezifische Auswirkungen am Standort Gendorf haben wird, dazu macht das Unternehmen auf Rückfrage keine Angaben.

Quelle: Passauer Neue Presse

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