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2. März 2017 - Passauer Neue Presse

Siltronic überzeugt mit guten Zahlen

Börse quittiert Entwicklung mit Kursgewinn – Plan: 30 Mio Euro Investitionen in Burghausen

München/Burghausen.
Nach vorläufigen Zahlen hat die Siltronic AG im vergangenen Jahr ihren Umsatz mit 933 Millionen Euro weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres (2015: 931 Millionen Euro) gehalten. Das vorläufige Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des im TecDAX notierten Unternehmens liegt jedoch bei 146 Millionen Euro und damit 18 Prozent über dem Vorjahr (2015: 124 Millionen Euro). Die vorläufige EBITDA-Marge erreicht 16 Prozent (2015: 13 Prozent).

Die Börse hat die positive Entwicklung bei der Siltronic AG in den vergangenen zwölf Monaten mit steigenden Kursen anerkannt. Notierte die Aktie vor rund einem Jahr bei einem Tiefstand von 12,33 Euro, lag der Kurs zuletzt zeitweise über 60 Euro. Gestartet war das Unternehmen 2015 mit einem Ausgabekurs von knapp 35 Euro. Hauptversammlung ist am 9. Mai in München im Haus der Bayerischen Wirtschaft. Weltweit beschäftigt die Siltronic AG aktuell rund 3800 Mitarbeiter, davon rund 1500 am Standort Burghausen, Zeitarbeitnehmer nicht mitkalkuliert.

Das vorläufige Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist mit 27 Millionen Euro deutlich höher als im Vorjahr (2015: 3 Mio Euro). Positive Wechselkurseffekte beim japanischen Yen und vor allem deutlich höhere Absatzmengen im dritten und vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr konnten den Rückgang beim Durchschnittspreis leicht kompensieren.

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sind laut Unternehmensnachricht stark von Wechselkurseffekten, insbesondere den Maßnahmen zur Währungssicherung geprägt. 2016 war per Saldo der Aufwand mit 21 Millionen Euro deutlich niedriger als 2015 mit 46 Millionen Euro und hatte somit einen positiven Effekt auf die Entwicklung des EBITDA.

Ohne diesen Wechselkurseffekt hätte laut Unternehmen das vorläufige EBITDA 167 Millionen Euro und die EBITDA-Marge 18 Prozent betragen und läge damit auf Vorjahresniveau.

Die kontinuierliche Fortführung des bereits 2010 eingeführten Kostenreduktionsprogramms wirkt sich laut Unternehmensnachricht „auch 2016 sehr positiv auf das Ergebnis aus. Insgesamt wurden Einsparungen von rund 30 Millionen Euro realisiert.“

2016 hat Siltronic 89 Millionen Euro in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen investiert und hier überwiegend in eine neue Ziehhalle und neue Kristallziehanlagen am Produktionsstandort Freiberg sowie in die fortschreitende Automation vor allem an den deutschen Standorten.

Auf den Standort Burghausen entfielen im vergangenen Jahr Investitionen in Höhe von rund zehn Millionen Euro, heuer sind hier Investitionen in einer Größenordnung von 25 bis 30 Millionen Euro vorgesehen.

Der vorläufige Free Cashflow ist 2016 mit 19 Millionen Euro deutlich positiv, liegt aber wie erwartet unter dem Vorjahreswert von 37 Millionen Euro. Hierin enthalten sind eine Vorauszahlung an die Pensionskasse in Höhe von 11 Millionen Euro und Auszahlungen für Investitionen in Höhe von 97 Millionen Euro. Das vorläufige Nettofinanzvermögen hat sich dementsprechend auf 175 Millionen Euro verbessert.

„Die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2016 hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wir das Geschäftsjahr sehr erfolgreich abschließen konnten. Bereits im dritten Quartal waren wir im 300 mm- und 200 mm-Bereich voll ausgelastet. Diese positive Entwicklung hat sich auch im vierten Quartal fortgesetzt. Wir haben im vierten Quartal damit begonnen, unsere Kunden über geplante Preiserhöhungen ab dem ersten Quartal 2017 zu informieren, soweit es die vertragliche Situation erlaubt. Insgesamt verlaufen die Preisverhandlungen positiv“, sagt Dr. Christoph von Plotho, Vorstandsvorsitzender der Siltronic AG.

Das vierte Quartal war mit rund 246 Millionen Euro das deutlich umsatzstärkste im Geschäftsjahr 2016. Die anhaltende Vollauslastung im 300 mm-Bereich, eine sehr positive Entwicklung im Produktmix sowie erste positive Preistrends haben laut Unternehmensnachricht dazu beigetragen.

Das Jahresabschlussquartal 2015 war dagegen von einer üblichen saisonalen Abschwächung, einem vorsichtigen Bestellverhalten der Kunden und niedrigeren durchschnittlichen Verkaufspreisen in US-Dollar geprägt. Mit 215 Millionen Euro war es ein sehr schwaches Vergleichsquartal.

Quelle: Passauer Neue Presse

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